Selbstbehandlung

In der Cranio Sacral Therapie gibt es die so genannten "Selbstbehandlungs-Übungen". Diese wende ich selbst immer wieder an bei mir und sie tun mir sehr gut. Danach spüre ich meinen Körper jeweils wieder viel bewusster, ich entspanne mich und ich bin wieder zentriert. Unten stehend beschreibe ich einige dieser Übungen, so dass Sie diese für sich selbst anwenden können.

 

 

Cranio Sacral Therapie:

 

 

Eine meiner Behandlungsmethoden ist ja die Cranio Sacral Therapie. Ich bin im Moment in der Fachausbildung aber Menschen, mit unkomplizierten Beschwerden können wir bestens schon behandeln. Inzwischen habe ich ca. 100 Behandlungen durchgeführt.

 

Bei dieser Form von Therapie ist es erstaunlich, wie viel sie bewirken kann, obwohl sie so sanft ist. Der Therapeut vertraut den Selbstheilungskräften des Körpers. Er gibt dem Körper sozusagen eine "Einladung", so dass dessen Heilkräfte aktiv werden. Der Klient liegt in Kleidern auf der Therapieliege und der Therapeut berührt sanft verschiedene Körperregionen. Er erspürt den so genannten cranio sacralen Rhythmus, der aufgrund des Auf- und Abfliessens des Liquors (Gehirnflüssigkeit) im Rückenmark entsteht. Nach und nach wird dieser Rhythmus ausgeglichener. Auch wird das Bindegewebe sanft entspannt.

 

Mehr zu dieser Therapieform findet man auf meiner Homepage:

 

 

Durchführung der Selbstbehandlungs-Übungen:

 

Ganz unten sind vier dieser Übungen mit Bildern beschrieben. In unten stehender Audioaufnahme können Sie die erste Übung ("Burstkorb") auch gleich mitmachen. Diese Aufnahme stammt aus der von mir kreierten CD: "Körperreise". Weitere Infos dazu auf meiner anderen Homepage:

 

"Shop: CDs: Körperreise"

 

 

Allgemeines zu diesen Übungen: 

 

 

"Genuss-Übungen":   Diese Übungen zur bewussten Körperwahrnehmung nenne ich bewusst "Genuss-Übungen", denn sie sind nicht als Pflichtübung gedacht sondern zum Geniessen. :-) Als ich begann, regelmässig Entspannungsübungen zu machen am Morgen empfand ich dies zunächst tatsächlich eher wie eine Pflichtübung. Als ich aber immer wieder erlebte, wie entspannt und wie glücklich ich mich danach fühlte, merkte ich, dass ich mich jeweils richtig darauf freute.

 

Vorbereitung:   Bevor wir mit einer der unten stehenden Übungen beginnen, setzen oder legen wir uns bequem hin. Wir lassen eventuelle Spannungen los und spüren unseren Körper von innen her. Dazu können wir unseren Körper sozusagen "scannen" von Kopf bis Fuss. Wir verändern unsere Wahrnehmung nicht. Wenn wir gerade irgendwo einen Schmerz empfinden, hat das einen Sinn. Es darf alles so sein wie es jetzt gerade ist. Dann lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Atmung und wir atmen bewusst ein und aus ohne den Atemrhythmus zu verändern.

Erst dann berühren wir die jeweilige Körperstelle mit unserer Hand. Meistens können wir leichter nach innen spüren wenn wir während der Übungen die Augen geschlossen haben.

 

Hand wie Wasser:   Wenn wir unseren Körper berühren, können wir uns vorstellen, unsere Hand wäre wie aus Wasser. Die Hand engt unseren Körper nicht ein, sie übt keinen Druck aus, sie "verschmilzt" sozusagen fast mit der Körperoberfläche.

Am einfachsten geht es, wenn wir unseren Körper direkt auf der Haut berühren. Über die Kleiner geht auch aber anders ist es ein bisschen einfacher.

 

Hände haben Antennen:   Wir können uns vorstellen, unsere Hände hätten Antennen. Mit diesen "Fühlern" können wir nicht nur unsere Hautoberfläche wahrnehmen sondern wir können auch wahrnehmen wie sich der Körperraum unter der Haut anfühlt (z. B. der Brustkorb).

 

Warm, kalt, hell, dunkel, schwer, leicht?:   Wenn wir zum Beispiel unseren Brustkorb wahrnehmen, können wir uns fragen: "Wie fühlt sich mein Brustkorb gerade an? Warm, kalt, schwer oder leicht?" So lernen wir, unseren Körper immer bewusster wahrzunehmen. Dadurch spüren wir unseren Körper auch sonst im Alltag bewusster und wir merken schneller, wenn wir gerade eine Pause benötigen. Das wiederum fördert unsere Gesundheit.

 

Langsamkeit:   Wichtig ist, dass man die Übungen sehr langsam durchführt. Dank dieser Langsamkeit haben wir die Möglichkeit, den Körper bewusster wahrzunehmen und zudem verhilft dies dazu, dass unser Geist langsamer wird und sich beruhigt.

 

Zug so sanft wie der Flügelschlag eines Schmetterlings:   Wenn wir bei den unten beschriebenen Übungen einen Zug (z. B. am Ohr) ausüben, soll dieser nur ganz zart sein. Wenn wir diese Übungen immer wieder durchführen, können wir entdecken, wie viele spannende Empfindungen entstehen nur schon durch einen so sanften Zug.

Mit diesem sanften Zug entspannen wir übrigens unser Bindegewebe und es können sich eventuell vorhandene Verklebungen des Bindegewebes auflösen. Man sagt, dass in unserem Gewebe auch viele Emotionen gespeichert sind. Indem wir das Gewebe entspannen, können sich diese Emotionen transformieren, ohne dass wir genau wissen müssen, was es für Emotionen waren.

 

Nachspüren nach der Übung:   Im Alltag sind wir es oft gewohnt nach einer Tätigkeit gleich zur nächsten zu "hüpfen". Bei diesen Übungen geht es darum, dass wir uns ZEIT nehmen für jeden einzelnen Schritt. Nachdem wir die Berührung aufgelöst haben, bleiben wir noch eine Weile ruhig sitzen oder liegen. Wir nehmen ganz bewusst wahr, was sich durch diese kleine Berührung in unserem Körper verändert hat. Fühlt er sich nun kühler, wärmer, schwerer oder leichter an? Was ist anders?

 

Wohlgefühl geniessen:   Wir sind es häufig gewohnt, entweder wahrzunehmen: "Mein Körper ist gerade ok/normal." oder "Ich habe Schmerzen." Dass wir uns gerade wohl fühlen in unserem Körper, erzählen wir oft niemandem. :-) Wir sprechen nur darüber, wenn wir Schmerzen empfinden.

Bei diesen Übungen geht es auch darum bewusst wahrzunehmen, in wie vielen Körperregionen wir uns gerade wohl fühlen. Auch wenn es irgendwo gerade schmerzt, gibt es meistens noch viele Körperstellen, wo es sich wohl anfühlt. Dieses Wohlgefühl können wir ganz bewusst geniessen. Und indem wir das tun, verankert sich noch mehr Wohlgefühl in unserem Körpergedächtnis. Auf diese Weise fühlen wir uns automatisch immer wohler in unserem Körper.

 

 

Hinweis Fotos:   Anstelle der Blumen-Fotos werde ich demnächst Fotos von der Hand-Position für die Übungen auf diese Seite stellen.

 

 

Brustkorb

  • Lege deine Hand entspannt unterhalb der Schlüsselbeine auf deinen Brustkorb.
  • Nimm wahr, wie sich dein Brustkorb gerade anfühlt.
  • Schiebe deine Hand sanft nach rechts und nimm das Gewebe mit bis zum Stopp. Dort verweilst du für eine Weile.
  • Das gleiche nach links
  • Dann aufwärts in Richtung Kopf
  • Und dann abwärts in Richtung Füsse
  • Zum Schluss ruht deine Hand entspannt in der Mitte.
  • Nachdem du die Berührung aufgelöst hast, kannst du nachspüren, wie sich dein Brustkorb nun anfühlt.

Wirkung:

  • entspannt indirekt den Schulter-Nackenbereich
  • verbessert den Informationsaustausch zwischen dem Gehirn und dem Brustkorb-Segment
  • unterstützt den freien Verlauf des Vagusnervs, was vegetative Funktionen verbessert. Dies fördert die Herz- und Atemfunktionen

Es gibt noch viele weitere CS-Selbstbehandlungs-Übungen. Ev. werde ich zu einem späteren Zeitpunkt hier noch mehr Übungen aufführen.

 

Bauch

  • Das ist eigentlich die gleiche Übung wie jene am Brustkorb. Wir legen die Hand einfach ein Stück weiter unten auf.
  • Lege deine Hand entspannt unterhalb des Rippenbogens auf deinen Bauch.
  • Nimm wahr, wie sich dein Bauchraum gerade anfühlt.
  • Schiebe deine Hand sanft nach rechts und nimm das Gewebe mit bis zum Stopp. Dort verweilst du für eine Weile.
  • Das gleiche nach links
  • Dann aufwärts in Richtung Kopf
  • Und dann abwärts in Richtung Füsse
  • Zum Schluss ruht deine Hand entspannt in der Mitte.
  • Nachdem du die Berührung aufgelöst hast, kannst du nachspüren, wie sich dein Bauchraum nun anfühlt.

Wirkung:

  • entspannt das Zwerchfell
  • verbessert den Informationsaustausch zwischen dem Gehirn und dem Becken
  • fördert die Kommunikation von Kopf- und Bauchhirn

Kiefermuskel

  • Lege deine Fingerflächen links und rechts auf deine Wangen direkt neben die Ohren. Wenn du die Zähne zusammenbeisst, spürst du den Kiefermuskel. Dann weisst du, dass deine Finger am richtigen Ort berühren.
  • Lasse den Unterkiefer los und atme alle Anspannungen aus.
  • Nachdem du mit dem Gewebe "verschmolzen" bist, kannst du deine Hände langsam in Richtung Füsse sinken lassen und das Gewebe mit einem sanften Zug mitnehmen.
  • Verweile für ca. 1 Minute. Bei dieser Dehnung öffnet sich meistens dein Mund, was das Kiefergelenk noch mehr entspannt.
  • Dann löse den Zug sanft und ruhe noch eine Weile auf deinen Wangen.
  • Löse die Berührung auf und spüre nach.

Wirkung:

  • Unser Kauapparat ist oft sehr angespannt und zeugt vom Stress des Alltags, z. B. durch häufiges Zusammenbeissen der Zähne oder nächtliches Zähneknirschen.
  • entspannt den Kiefermuskel (einer der stärksten Muskeln des Körpers!)
  • befreit uns von Stress bedingten Anspannungen

 

 

Sanfter Ohrzug

  • Dein Zeigfinger und dein Daumen berühren sich an den Fingerspitzen.
  • Nun öffnest du diesen "Finger-Kreis" und hakst beim Ohr ein. Das heisst, dein Daumen berührt das Ohr hinter dem Ohrläppchen und dein Zeigfinger berührt im unteren Drittel der Ohrmuschel.
  • Dies machst du bei beiden Ohren gleich. Deine Fingerspitzen "verschmelzen" mit dem Ohr.
  • Dann übst du einen ganz sanften Zug aus auf die Ohrmuschel. Der Zug zeigt nach schräg-vorne-unten

Wirkung: 

  • entspannt die Schädelbasis und die Schläfen
  • weitet Durchtrittsstellen für Gefässe an der Schädelbasis, was den Blutabfluss fördert
  • unterstützt die Funktion einiger Hirnnerven (v.a. den Hör- und Gleichgewichtsnerv und den Vagusnerv)
  • entspannt das Kiefergelenk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Meditationsabende:

 

Wer sich noch unsicher ist bei der Durchführung dieser Übungen, kann gerne einmal an einem meiner Meditationsabende teilnehmen. Dort können wir dies in der Gruppe erleben.

 


Wirkung der Übungen aus dem Buch von meinem Lehrer für Cranio Sacrale Therapie):

 

Daniel Agustoni: Craniosacral Selbstbehandlung: Wohlbefinden und Entspannung durch sanfte Berührung; Kösel-Verlag; 2010

 

 

 

 

One-Moment-Meditation

 

 

Dies ist eine Erfindung von Martin Boroson. Er hat auch ein kleines Büchlein dazu geschrieben:   www.one-moment-meditation.de

 

Wenn man gerade nicht so viel Zeit zur Verfügung hat, ist diese Meditation sehr gut geeignet. Sie dauert nämlich nur eine Minute und hat trotzdem einen sehr wohltuenden und entspannenden Effekt. Und eine Minute hat jeder Zeit! :-)

 

Man findet sie auf meiner selbst kreierten CD oder man kann sie unten stehend gleich ausprobieren:

 

 

 

Über neben stehenden Button findet man weitere Informationen zu dieser CD.                                                                                                        

 

Für eine bewusste Körperwahrnehmung, für pure Gesundheit und Lebensfreude!