Pflästerchen für die Seele

 

Und was uns WIRKLICH glücklich macht

 

Donnerstag, 5.10.2017

 

Inzwischen fühle ich mich fast immer sehr glücklich und erfüllt im Leben. Es gab da einfach noch ein kleines Thema, was dazu führte, dass ich in manchen Momenten nicht so wirklich glücklich war. In den letzten Wochen fiel mir auf, dass ich in der Vergangenheit immer nach einem Plästerchen für die Seele suchte (wenn auch nur unbewusst); - also nach etwas, was diesen Rest-Schmerz in mir heilen sollte.

 

 

Hier in diesem Artikel möchte ich meine Begeisterung weitergeben darüber, wie sehr es sich lohnt,

sich Zeit zu nehmen für sich selbst. Jetzt wo ich endlich alle "Pflästerchen" weggelassen habe und wo ich auch nicht mehr auf ein "Seelen-Pflaster" hoffe, finde ich alles, wonach ich mich so gesehnt habe, in mir selbst.

 

Jetzt verstehe ich wirklich mit dem Herzen, warum viele weise Menschen immer wieder sagten, dass wir in Wahrheit nicht das Glück suchen, nicht einen wundervollen Partner oder viel Geld suchen, sondern nur UNS SELBST.

 

Ich hätte nie gedacht, wie tief beglückend es ist, sich selbst wirklich zu finden und genau so liebevoll und wertschätzend mit sich selbst umzugehen, wie wir gerne hätten, dass Andere mit uns umgehen.

 

 

 

ALSO:

 

Warum immer wieder Pflästerchen über unseren Schmerz kleben, um ihn nur ja nicht fühlen zu müssen?

Warum aufregenden Vergnügungen nachrennen in der Hoffnung, dass wir dann endlich leben können, nur um zu erfahren,

dass dieses Vergnügen nicht lange anhält?

Wieso immer wieder Umwege machen?

Warum nicht besser einfach mal uns selbst und allem, was in uns ist, begegnen und es liebevoll in die Heilung bringen?

 

WEIL das WIRKLICH glücklich macht!

 

 

Wer oder was erlöst mich endlich?

 

Auch wenn ich mir natürlich schon seit vielen Jahren bewusst bin, dass wir uns nur selbst glücklich machen können, gab es da wohl doch noch einen kleinen Teil in mir, der sich erhoffte, dass irgendjemand mich von diesem Schmerz erlösen würde. Vielleicht kommt eines Tages jemand und liebt mich mitsamt diesem Thema und dann ist alles gut. So ähnlich dachte es in mir.

 

Auch bei den Menschen in der Praxis erlebe ich immer wieder, dass sie auf so eine Erlösung von aussen hoffen. Da gibt es verschiedenste "Erlöser" oder eben "Pflästerchen", die infrage kommen könnten :-):

 

  • Ein Wunder-Medikament, das mich sofort gesund macht, auch wenn ich weiterhin ein stressreiches Leben führe
  • Eine bessere Arbeitsstelle, weil ich dann endlich wertgeschätzt werden würde für meine Arbeit
  • Ein Kind, weil man doch nur glücklich sein kann, wenn man eigene Kinder hat
  • Ein wundervoller Mann (eine wundervolle Frau), der mich so liebt, wie ich bin
  • Mehr Geld, damit ich endlich das machen kann im Leben, was mir Freude macht
  • usw.

 

Wie wäre es, das Pflaster für einmal wegzulassen und die Wunde an der frischen Luft heilen zu lassen?

 

 

Ich kenne Menschen, deren Partner sie verlassen hat und die bald darauf schon wieder einen neuen Partner hatten. Sie klebten also sofort ein neues Pflaster auf die "Wunde". Andere erlebten kurzfristig Heilung durch eine besondere Therapiemethode. Bald danach kehrte der alte körperliche Zustand aber wieder zurück. Also fanden sie sogleich eine neue Therapiemethode. Offensichtlich heilte nichts wirklich und so ging ihre SUCHE  weiter und weiter.

 

Das "Pflaster" scheint also die Wunde nicht wirklich zu heilen. Wir fühlen uns nur kurzfristig besser.

 

Selbstverständlich sind Therapien oft sehr hilfreich und heilsam. Ich erlebe einfach, dass die Therapie jeweils viel, viel besser wirkt, wenn der betreffende Mensch Selbstverantwortung übernimmt und gleichzeitig auch etwas für sich selbst und sein Seelenheil tut.

 

Ein Jahr Auszeit für sich selbst

 

Ich hörte von einem Mann, der früher unheilbar krank war und der sich in seinem ganzen Leben sehr unglücklich fühlte. Irgendwann machte er sich auf und zog sich für mindestens ein Jahr ganz zurück. Er reiste zu verschiedenen Naturvölkern und er lernte von ihnen vieles über Heilung. Er schenkte sich diese Zeit, um wirklich voll und ganz mit sich selbst ins Reine zu kommen.

 

Nach dieser Auszeit kam er kerngesund, erfüllt und glücklich zurück. Vor dieser Zeit hatte ihm keine Therapiemethode helfen können. Nun fand er seinen eigenen Weg zur Gesundheit. Heute gibt er sein Wissen in der eigenen Praxis und in Seminaren an andere Menschen weiter.

 

 

Zurück in die Selbstverantwortung für ein glückliches Leben:

 

Das hat mich beeindruckt und ich fühlte mich voll motiviert, mit mir selbst auch rundum in den Einklang zu kommen. Bei mir geht es ja im Vergleich zu diesem Mann zwar nur noch um Kleinigkeiten. Trotzdem: Warum sollen wir uns nicht ein wirklich zu 100 % glückliches und erfülltes Leben gönnen?

 

 

Eine kleine Auszeit gefällig? :-)

 

Nun kann (oder will) ich mich nicht für ein ganzes Jahr zurückziehen. :-) Aber ich nutzte in den letzten Wochen immer wieder viel Zeit für mich selbst und dafür, mich mit mir und mit meinem Leben wirklich "pudelwohl" zu fühlen. Wie man in einem anderen Blog-Artikel von mir lesen kann, ging es bei mir vor allem noch darum, meinen Körper liebevoll anzunehmen und mich in ihm wohlzufühlen (siehe "Liebe empfangen").

 

"Pflästerchen": Anerkennung von aussen

 

 

Vor kurzem sagte mir ein Mann, dass es ja schliesslich nichts nützt, wenn wir in ihm ein grosses Potential sehen, solange er das selbst nicht sieht in sich.

 

Und ja, das stimmt wohl wirklich. Wenn wir Anerkennung bekommen für unsere Fähigkeiten ist das zwar ein wohltuendes "Pflaster" aber es wirkt nicht lange.

 

Dieses Beispiel hat mich ein wenig nachdenklich gemacht. Für mich ist es absolut unverständlich, dass dieser Mann sein riesiges Potential nicht sieht; - oder zumindest nicht immer sieht. Ich finde, das ist doch offensichtlich! Und genauso unverständlich ist es vielleicht für andere Menschen, warum ich manchmal mein wunderbares Wesen nicht sehe. Darum kann ich diesen Mann wiederum sehr gut verstehen, denn mir geht es ja genau gleich. Und ich glaube, so geht es den meisten Menschen. Wir sind alle "im gleichen Boot". :-)

 

Also sagte ich mir:

 

"Wie wäre es, wenn du dir die Anerkennung gleich selbst schenken würdest?"

 

 

Wer definiert, ob du:

 

  • ein grosses Potential hast?   - Du!
  • ein liebenswerter Mensch bist?   - Du!
  • ein wertvoller Mensch bist?   - Du!
  • eine schöne Frau bist?   - Du!
  • ein hübscher Mann bist?   - Du!

 

 

Da kommt vielleicht unser Verstand und sagt:

 

"Ich habe schon ein grosses Potential aber schau mal: Jener Mann hat doch viel ein grösseres Potential als ich."

 

"Jene Frau ist doch viel hübscher als ich."

 

Der Verstand (oder das Ego) ist dieser Teil von uns, der sich ständig vergleicht mit anderen.

Und unser Herz sagt:

 

"Du hast ein ganz anderes Potential als jener Mann. Sein Potential ist grossartig und dein Potential ist genauso wundervoll. Die Welt wartet auf DEIN Potential, denn es ist einzigartig."

 

"Jene Frau ist auch sehr hübsch. Und du bist anders schön; - eben auf deine ureigene Weise schön. Die Welt möchte nicht lauter gleiche Frauen. Sie möchte DEINE einzigartige Schönheit."


 

Herman van Veen sang einmal ein Lied zu obigem Thema (siehe unten stehendes Video).

Der Lied-Text beginnt so:

 

"Du bist schön, nicht schöner, du bist anders schön.

Du bist lieb, nicht lieber, du bist anders lieb (...)

Ich lieb' dich, ich lieb' dich nur anders..."

 

 

 

Verliebe dich in dich selbst! :-)

Ist das denn nicht narzistisch?

 

Folgenden Text fand ich vor kurzem in einem Buch:

 

"Erst als ich mich in Lisa verliebte - in meine mokkabraune Haut, meine vollen Lippen, meine runden Hüften und meine schwarzen Locken - , erst als dies passierte, konnte sich auch der Rest der Welt in mich verlieben." :-)

 

Genau darum ging es bei mir. Auf seelischer Ebene fühlte ich mich schon seit längerer Zeit absolut liebenswert. Und nun durfte ich mich auch noch "in meinen Körper verlieben".

 

Und ist das nun narzistisch? Auf diese Frage möchte ich eine weitere Frage stellen:

Wie wirkt ein Mensch auf sein Umfeld, der "in sich selbst verliebt ist" und so richtig liebevoll mit sich selbst umgeht? Ich finde, solche Menschen strahlen ganz viel Freude, Liebe und Leichtigkeit aus. Sie tun ihrem Umfeld unglaublich gut. Und sie erinnern uns daran, dass auch wir solch liebenswerte Menschen sind!

 

 

Es geht nur um's Gefühl

 

 

Das bestätigen uns heute auch die neuesten Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften.

  • Wenn wir gesund sein wollen, müssen wir uns gesund FÜHLEN.
  • Wenn wir genug/viel Geld haben wollen, müssen wir uns reich FÜHLEN.
  • Wenn wir schön sein wollen, müssen wir uns schön FÜHLEN.
  • Wenn wir eine schöne Liebesbeziehung haben möchten, geht es darum, jene Gefühle jetzt zu FÜHLEN, die wir uns von einer Partnerschaft erhoffen: Z. B. Liebe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Verbundenheit

Und wenn wir ehrlich sind: Wer von uns liebt nicht all diese schönen Gefühle?

 

Das war genau das, was ich in den letzten Wochen machte:

Morgens, mittags und abends nahm ich mir jeweils Zeit dafür. Ich legte mich entspannt hin und FÜHLTE diese Gefühle von Liebe (zu meinem Körper), Schönheit und Gesundheit. Und ich fühle mich dadurch richtig beglückt und erfüllt!

 

Positiv-EFT:

 

Wenn man mit diesem BEWUSSTEN FÜHLEN beginnt, kann man vielleicht diese Gefühle noch nicht so intensiv wachrufen in sich selbst. In diesem Fall würde ich "Positiv-EFT" sehr empfehlen. Manuel Garcia (mit dem ich in der Praxis zusammenarbeite) hat einmal einen sehr guten Text dazu geschrieben. Und dort findet man auch ein Kurz-Video, wo Manuel mit uns das Gefühl "Lebensfreude" verstärkt. So kann man gleich mitmachen:

 

Mehr dazu, wie ich das genau mache mit dem FÜHLEN, gebe ich im Frauen-Kreis weiter. Dort kann ich besser "aus dem Nähkästchen plaudern" als hier in schriftlicher Form.

 

Und den Frauen-Kreis möchte ich wohl bald auch als Webinar anbieten. Wer Interesse hat daran, schaut am besten ab und zu unter "Webinare" nach oder abonniert meinen Newsletter.

 


Wie hören sich deine inneren Selbstgespräche an?

 

 

Eckhart Tolle beschrieb einmal eine Situation so lustig, in der er sich über eine Frau wunderte, die in der U-Bahn ohne Punkt und Komma laut vor sich hinredete. Er machte sich dann aber bewusst, dass wir Menschen alle Selbstgespräche führen; -  einfach nicht laut wie diese Frau, sondern in Gedanken. :-)

 

Inzwischen hören sich meine inneren Selbstgespräche sehr liebe- und verständnisvoll an. Das war aber nicht immer so. Jedenfalls merke ich, dass mir das sehr gut tut.

 

Hilfreich ist die Frage:

 

"Wenn du ganz ehrlich bist: Was wäre das Schönste, was (d)ein Partner oder ein anderer Mensch, der dir wichtig ist, zu dir sagen könnte?"

 

Und wie wäre es, wenn du dies zu dir selbst sagen würdest? Vielleicht kannst du zunächst überhaupt nicht glauben, was du da zu dir sagst. Das macht nichts! Probiere es einfach aus und sage es innerlich zu dir. Und dann schau, wie es sich anfühlt, wenn du so etwas Wertschätzendes über dich selbst sagst.

Beispielsweise:

 

  • "Du bist so ein wundervoller Mensch."
  • "Ich geniesse es so sehr, mit dir zusammen zu sein."
  • "Du bist so eine wunderschöne Frau / ein schöner Mann."
  • "Ich verstehe dich voll und ganz."
  • "Schatz, ich liebe dich so sehr."

 

Wie geht es mit dem letzten Satz? :-)

Wir Menschen sind eigentlich schon speziell. Wir wünschen uns sehr, dass der Partner uns sagt, wie sehr er uns liebt. Wenn wir dies aber zu uns selbst sagen, ist das manchen von uns irgendwie peinlich.

Ich erfahre es so, dass es mir sehr gut tut, so richtig warmherzig und liebevoll "mit mir zu kommunizieren". Und ich erlebe, dass meine Mitmenschen dadurch auch immer wertschätzender und liebevoller mit mir umgehen. Sie spiegeln meinen eigenen Umgang mit mir selbst.

 

Manchmal kommt es vor, dass sich unsere Selbstgespräche trotzdem sehr negativ anhören. Dann ist meine Devise: Ganz ehrlich sein zu mir selbst und damit, dass ich mich im Moment gerade nicht annehmen kann so wie ich bin. Dafür gibt es einen wunderbar hilfreichen Satz:

 

"Egal, was du denkst, liebe dich dafür!

Egal, was du fühlst, liebe dich dafür!

Und wenn du dich dafür (noch) nicht lieben kannst,

dann liebe dich eben dafür, dass du dich hierfür noch nicht lieben kannst."

Thaddeus Golas

 

Das würde dann also so klingen:

 

"Ich finde mich gerade absolut ummöglich so wie ich bin und ich liebe mich dafür, dass ich mich gerade nicht lieben kann!"

 

Nach dieser Anname von dem, was jetzt gerade ist, kann sich der innere Dialog dann ganz von alleine wieder aufbauender ausrichten.

 

 

 

Die wichtigste Liebesbeziehung ist jene zu uns selbst

 

 

Wünschst du dir eine innige und beglückende Liebesbeziehung? Oder wünschst du dir, dass deine Partnerschaft erfüllender wird?

- Dann pflege deine Beziehung zu dir selbst und mache die schönste Liebesbeziehung daraus, die du dir vorstellen kannst! :-)

 

Jemand sagte einmal:

 

"An der Art wie deine Beziehungen sind (nicht nur eine Liebesbeziehung) kannst du erkennen,

wie deine Liebesbeziehung zu dir selbst ist."

 

Diesen Satz höre ich manchmal nicht so gerne. :-) Aber ich spüre, dass er sehr wahr ist. Und wir brauchen uns ja nicht zu verurteilen, wenn unsere Beziehungen gerade disharmonisch oder lieblos sind. Ich empfinde das eher als liebevollen Hinweis für mich, damit ich weiss, dass es meiner Beziehung mit mir selbst gerade an Wertschätzung und Liebe mangelt. So weiss ich ja auch, was zu tun ist.

 

Wenn wir liebevoll mit uns selbst umgehen, tolerieren wir es automatisch nicht, wenn ein Mensch uns ständig kritisiert. Wir durchschauen mit liebevollem Verständnis, dass dieser Mensch noch viel mit sich selbst zu tun hat und dass wir daher sein Verhalten nicht persönlich zu nehmen brauche. Wir können das liebevoll ansprechen und wir können auch Ideen anbieten, wie der andere leichter mit seinen Emotionen umgehen kann. (Natürlich ist liebevoll geäusserte Kritik sehr wertvoll. Ich meine hier die emotional geäusserte Kritik. Wenn ich natürlich den Anderen auch ständig in emotionaler Weise kritisiere, ist sein Verhalten nur mein Spiegel.)

 

Mir passierte es früher manchmal, dass ich meinte, ich müsste die verständnisvolle Therapeutin spielen in einer Beziehung. Das war vor allem in meinen Freundschaften mit Frauen der Fall. Heute ist das nicht mehr so. Und einmal hatte ich die Idee, ich müsste einem Mann dabei helfen, seine depressiven Verstimmungen zu überwinden.

Ich meinte damals, wenn der Andere noch viel mehr "Baustellen" hat im Leben als ich, dann muss ich das verständnisvoll auffangen. Vielleicht erhöhte das auch meinen Selbstwert, weil ich dadurch erlebte, fähig zu sein, anderen zu ihrem Glück zu verhelfen. Da war jeweils ein ziemlich grosses Ungleichgewicht in unserem Bewusstseins-Grad. Ein Mensch, der noch sehr unbewusst durch das Leben geht, ist natürlich keineswegs weniger wertvoll! Aus meiner Sicht ist grundsätzlich niemand "weiter" in der Entwicklung oder weniger weit; - wir sind einfach bewusster oder weniger bewusst und das hat seine Gründe. Manchmal ist es einfach eine Tatsache, dass sich zwei Menschen eher Energie rauben als schenken, wenn sie vom Bewusstsein her sehr unterschiedlich sind. Wenn ein Mensch also eine Freundschaft oder eine Beziehung mit jemandem ablehnt, heisst das nicht, dass der andere zu wenig wertvoll wäre.

Ich finde, wir dürfen uns erlauben, auszuwählen, mit welchen Menschen wir viel Zeit verbringen und mit welchen weniger; - einfach uns zuliebe und weil wir sonst viel zu viel Energie verpuffen würden. Wenn wir selbst voller Energie sind, tut das wiederum unserem ganzen Umfeld gut.

 

Wenn man ungefähr den gleichen Bewusstseinsgrad hat in einer Freundschaft, kann es übrigens auch ungemütlich werden für einen. Manchmal ist nämlich der andere der "Starke" und er zeigt mir etwas auf. Da kann ich nicht immer die souveräne Therapeutin spielen, die ihre Emotionen und ihr Leben immer im Griff hat. Da darf auch ich mich einmal verletzlich zeigen. Inzwischen ist es so, dass mir meine Freunde immer wieder einmal wertvolle Hinweise geben, die ich sehr zu schätzen weiss.

 

Therapeutin bin ich in meiner Naturheilpraxis und das mit ganz viel Freude und Verständnis; - aber ich bin nicht Therapeutin in meinen Beziehungen. Selbstverständlich hilft man einander manchmal aber jeder ist für sein eigenes Glück verantwortlich. Das empfinde ich als sehr befreiend. (Und auch wenn ich in der Praxis die Rolle der Therapeutin habe, ist es mir wichtig, von Mensch zu Mensch zu sprechen. Ich lege nicht so viel Wert auf diese Therapeuten-Rolle. Auch dort erzähle ich manchmal von meinen eigenen Themen, damit der Klient merkt, dass niemand von uns perfekt zu sein braucht und dass wir alle ähnliche Themen haben.)

 

Das Verhalten eines Menschen, der uns schlecht behandelt, tolerieren wir auch dann, wenn wir ihm gefallen möchten (was mir früher oft passierte). In so einem Fall meint ein Teil von uns, dass wir noch nicht ganz sind und dass der andere uns ganz machen könnte. Oder unser Ego meint, das Zusammensein mit dem anderen erhöhe den eigenen Selbstwert. Diesen Anstieg des Selbstwertes möchten wir nicht missen, darum tolerieren wir das Verhalten dieses Menschen und bleiben bei ihm.

 

Wenn ich aber mit mir selbst verbunden bin und mich ganz fühle, fühle ich mich nur zu solchen Menschen hingezogen, wo der Umgang genau so liebevoll ist wie ich ihn zu mir selbst pflege. Ansonsten entsteht da gar keine Anziehungskraft. Ist doch spannend! Wir fühlen uns immer zu jenen Menschen hingezogen, die perfekt zu unserem Umgang mit uns selbst passen. Ich finde, das hat das Leben sehr gut eingerichtet. :-) So können wir vieles über uns selbst herausfinden und alles schön ausloten.

 

In meinen Beziehungen zu anderen Menschen sehe ich ganz deutlich, wofür sie mich wertschätzen und wofür nicht. Das war mein Hinweis, wofür ich mich selbst noch mehr wertschätzen darf. Genau das machte ich in den letzten Tagen und schon kam die Wertschätzung auch von aussen (wobei mir das dann gar nicht mehr so wichtig war).

 

Und noch ein Letztes:

 

Halten wir unser Herz auch dann offen, wenn wir von Menschen zurückgewiesen werden!

 

Dass uns Menschen ablehnen (auch ohne uns absichtlich verletzen zu wollen) wird immer wieder passieren. Und es wäre so schade, deswegen unser Herz zu verschliessen. Ein verschlossenes Herz tut nämlich uns selber weh. Ich selbst fühle genau dadurch so viel LIEBE in mir und in meinen Beziehungen, weil ich die Entscheidung getroffen haben,

mein Herz TROTZDEM strahlend offen zu halten!

 

Hier in diesem Universum gibt es unendlich viel LIEBE.

Wir können sie nur spüren, wenn wir mit OFFENEM HERZEN EMPFANGSBEREIT sind.

 

 

 

"Wie nah
bist du der Quelle in Dir?


Spürst du, woher alles kommt
und wohin alles fließt?
Spürst du deine unveränderliche Schönheit
und Liebe?
Bist du verliebt?
In dieses Wunder?
In DICH.
Du kannst einem anderen Menschen exakt so nahe kommen,
wie DU es DIR selbst bist."

Diese Worte stammen aus einem Gedicht von Martin Uhlemann (den ich selbst auch nicht kenne).

 

 

Und nun wünsche ich uns allen viel Freude, Liebe und Leichtigkeit

auf der Entdeckungsreise zu uns selbst!

 

 

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Name: Man kann natürlich auch nur den Vornamen, die Initialen oder einen Phantasienamen eingeben.

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