Blog: "Ich habe keine Zeit!"

 

Mittwoch, 7. März 2018

 

 

Körperwahrnehmungs-Übungen für ein stressfreies Leben:



Im letzten Newsletter schrieb ich über solche Körperwahrnehmungs-Übungen und wie so etwas Einfaches uns dabei unterstützen kann, ein entspanntes, glückliches und gesundes Leben zu führen.


Nun könnte sich natürlich mancher denken: "Ja, die Anja kann gut reden. Sie hat ja keine Kinder und sie hat auch keinen Chef, der sie ständig zu Höchstleistungen antreibt. Wenn ich so leben würde wie sie hätte ich natürlich auch Zeit für solche Übungen." :-)

Diesen Gedanken kann ich sehr gut verstehen!



 
Oberste Priorität:
Stressfrei und entspannt leben!

 
Diese Priorität hatte ich mir schon vor vielen Jahren gesetzt. Und darin war ich top konsequent!!! (Dafür bin ich in anderen Bereichen wieder nicht so konsequent. :-) Dort kann ich dann wieder von anderen Menschen lernen.)

Ich liebe es einfach, frei von Stress und entspannt zu leben. Dieser obersten Priorität musste sich alles andere anpassen. Bald fand ich heraus, dass ich dadurch immer gesünder wurde. Auch sah ich, dass die Qualität meiner Arbeit in der Praxis viel grösser ist, wenn ich entspannt bin. Und alle meine Beziehungen zu anderen Menschen wurden harmonischer, erfüllender und freudvoller.

 
Dieser gesunde Egoismus tut also schlussendlich auch unserem ganzen Umfeld gut.

 "Ich habe keine Zeit!"

ist eine Ausrede unseres Verstandes

 
Erst seit zwei Jahren bin ich ganz selbständig in der Praxis. Vorher arbeitete ich zwei Tage als Psychomotorik-Therapeutin mit Kindern. Zu jener Zeit war ich wirklich ein Beweis dafür, dass dieses "Ich habe keine Zeit für Entspannungs-Übungen." eine Ausrede ist.
Und ich kann jeden Menschen voll und ganz verstehen, wenn er sagt, er hätte keine Zeit! Mein Verstand sagt das übrigens bis heute immer noch!!
ABER ich mache die Entspannungs-Übungen TROTZDEM. :-)

 

Beispiel:

 

Weil ich weiss, dass unser Verstand Beweise braucht, erzähle ich hier kurz, wie ich damals trotz vieler Herausforderungen entspannt lebte.

An den Tagen als ich mit den Kindern arbeitete, war ich von morgens um 7.00 Uhr bis abends um 19.30 Uhr im Schulhaus. Ich hatte meistens mit Kindern zu tun, die hyperaktiv waren und manchmal auch aggressiv. Das heisst, ich wurde gefordert von diesen Kindern, was aber auch sehr schön und spannend war!

Nach einer Stunde Heimfahrt mit dem Zug lernte ich abends noch für die Heilpraktiker-Ausbildung. In den übrigen drei Tagen der Woche war ich in der Heilpraktiker-Schule. Neben all dem half ich noch bei einer Organisation mit, wo es um Heilung auf geistigem Weg ging. Ich leitete Meditationsabende für junge Menschen und ich half dabei, Spontanheilungen aufzuschreiben, die andere Menschen erlebt hatten. Dafür war ich auch viele Stunden beschäftigt. Und es machte mir ganz viel Spass!

TROTZ all dem ging ich meistens wöchentlich zu einem Meditationsabend. Für die Arbeit musste ich morgens um 6.00 Uhr aus dem Haus. Also stellte ich den Wecker auf 4.30 Uhr.
(Ich bin ein Mensch, der sehr viel Zeit braucht am Morgen, darum so früh... :-))
So konnte ich im Bett eine halbe Stunde lang meine Entspannungs-Übungen machen. Danach fühlte ich mich wunderbar gut!

 


Und WEIL ich mich so gut fühlte danach, brauchte es keine Disziplin, um das wirklich jeden Morgen zu machen.


Diese halbe Stunde weniger Schlaf hat sich übrigens um vieles gelohnt!!

Obwohl damals in meinem Leben also ziemlich viel zu tun war, konnte ich (meistens) entspannt leben. Das zeigte mir, dass die Zeit etwas sehr Relatives ist.

 

 

Sobald wir uns entspannen,
merken wir, dass wir sehr wohl Zeit haben!


Das geht mir immer wieder so. Am Morgen im Bett kommt mir jeweils schon einiges in den Sinn, was heute auf mich wartet. Genau dann sagt der Verstand, dass ich heute nun wirklich keine Zeit hätte, um noch Entspannungs-Übungen zu machen. Aber dieses Spielchen unseres Verstandes kennen wir ja inzwischen schon, oder? :-)
Diese Körperwahrnehmungs-Übungen aus der Craniosacral-Therapie kann man bestens im Bett machen gleich nach dem Aufwachen, wenn man das möchte.


 

  • Zuerst "gröbere" Übungen (Selbstmassage):
Mir geht es so, dass ich direkt nach dem Aufwachen noch nicht so wirklich "da" bin. Und so geht es ja vielen Menschen. Darum helfen mir diese Selbstmassage-Übungen aus der Craniosacral-Therapie, um meinen Körper wirklich wahrzunehmen und dadurch im Hier und Jetzt anzukommen.
 
  • Darauf folgen "feinere" Übungen:
Danach bin ich bereit für die feineren Spür-Übungen. Diese entspannen dann wirklich tief. Das hat mich gerade heute Morgen wieder richtig beeindruckt, wie frisch, entspannt und voller Vertrauen in den neuen Tag man nach diesen Übungen aufsteht.



Und wenn ich einen gewissen Grad von Entspannung erreicht habe, merke ich plötzlich, dass ich ja gar nicht sooo viel zu tun habe heute. Ich nehme alles anders wahr. Da entsteht so ein Gefühl von Zeitlosigkeit. Und mir wird klar:


Wir haben sehr wohl Zeit! :-)



Diese Körperwahrnehmungs-Übungen gebe ich jeweils bei folgenden Anlässen weiter:
 
  • Herzklang-Meditation
  • Tages-Seminar
  • Seminarwoche Soglio
  • Bei einem Termin in der Praxis


Und natürlich gibt es auch vieles anderes, was uns zur Entspannung verhelfen kann! Für manche ist es auch entspannend, ein Brot zu backen. Ich glaube, da muss jeder seinen ureigenen Weg finden.